Zürich-West on my doorstep

Es ist geschafft! Endlich ist sie vorbei die mühselige Wohnungssuche, und damit verbunden die scheinbar ewige Achterbahnfahrt der Gefühle, von anfänglicher Euphorie über zu grossen Erwartungen bis hin zur jeweiligen Ernüchterung nach einer erneuten Wohnungsabsage.

Nachdem wir etwa einmal, meine jetzige Mitbewohnerin und ich waren in der Halbzeit unserer Suche angekommen, tatsächlich nur schon beim blossen Anblick der geschätzten 150 anderen Wohnungssuchenden vor uns in der Schlange wieder kehrt machten, schien für mich der Traum der ersten Wohnung mitten in Zürich schon fast geplatzt. Doch unsere Hartnäckigkeit zahlte sich schlussendlich aus, und wir haben mit der JuWo ein wahres Glückslos gezogen. Das Klimpern der ersten eigenen Wohnungsschlüssel machte uns klar, dass wir nicht mehr länger träumten. Die Stadtwohnung war Wirklichkeit! So kam es, dass ich, das Landei, anfangs Monat mit Sack und Pack in den Chreis Cheib gezogen bin und die ländliche Idylle des 400-Seelen-Dorfes in dem ich aufgewachsen bin, hinter mir gelassen habe.

Das einzige Grün, das ich ab jetzt von meinem Zuhause aus sehe ist der schmucke Innenhof.

Zugegeben ein ziemlich krasser Tapetenwechsel. Konnte ich vorher von meinem Schlafzimmer aus den Kühen und Schafen beim Grasen zusehen, türmt sich nun die Skyline von Zürich-West vor meinem Fenster auf. Ich kenne bereits die verführerischsten Facetten des Prime Towers, sei es glitzernd in der Abendsonne oder als buntes Lichter-Patchwork bevor ich meine Augen schliesse. Obwohl ich noch in der Angewöhnungsphase an den Lärm der stark befahrenen Strasse und der nächtlichen Gleisarbeiten (ich mag euch trotzdem noch, SBB!) bin, wache ich trotzdem jeden morgen mit einem Lächeln auf, wenn ich merke, wo ich bin. Die Stadt mag zwar „extremely loud“ sein, aber sie ist jetzt eben auch „incredibly close“. Somit kann ich fortan hautnah über Zürich-West berichten, da mich nun schon ein kurzer Spaziergang über die Duttweiler- oder Hardbrücke innert Minuten zum nächsten Interviewtermin oder Vernissage bringt. Und Schafe zählen, das kann ich ja nach wie vor beim Einschlafen tun.

Der Primetower zeigt seine Reize nachts …
… auf meinem Arbeitsweg in der Morgendämmerung ...
… sowie bei Tageslicht und faszinierendem Wolkenspiel!

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