Was Prof. Sarasin in der Freizeit treibt

Photo-Gründer Michel Pernet über Highlights und das Auswahlverfahren

Photo-Gründer Michel Pernet erklärt sich auf youtube.

Ganz subjektive Highlights an der Photo 12: Die Mobiles von Hannes Schmid. Schmid war der Fotograf der Marlboro-Cowboys, die dann von dem Künstler Richard Prince ohne Logos aufgeblasen und als sogenannte Appropriations-Kunst weltweit ausgestellt wurden. Ich fragte mich immer, was wohl der ursprüngliche Fotograf sich dabei denken würde. Prince sagte mir vor vielen Jahren, als die Cowboys in Basel ausgestellt wurden, er bewege sich in einem zu kleinen Rahmen, als das weiter auffallen würde, was er sich alles aneigne. Dann aber ging ein Cowboy für eine Million Dollar weg, 2007 ein weiterer für 3,4 Millionen. Prince ist heute ein Weltstar mit horrenden Preisen.

Inzwischen kann aber auch Hannes Schmid seinen Ruhm einfahren und stellt ständig aus.

Ein weiterer Höhepunkt: Dan Cermak, der Nackedeis in einem Räumchen gleich links nach dem Eingang zeigt.

Professor Sarasin mit Sohnemann

Eine Überraschung: Der bekannte Geschichtsprofessor Philipp Sarasin wurde aus den vielen Einsendungen von Profis ausgewählt, und zeigt seine Fotos. Die Kuratorin hat Aufnahmen aus Dubai sowie ein weisses Kätzchen ausgewählt. Sarasim erklärte als Rezept lakonisch: Kein Zoom. Nur feste Brennweiten. Guter Apparat.

Nebst, natürlich, dem richtigen Auge.

Die Photo 12 ist noch bis am 17.01 offen.

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  • Daniel Blickenstorfer 15.1.2012 09.00 Uhr

    So weit, so interessant. Jetzt haben wir schon zwei Blogs über eine Fotoausstellung. Nun möchte ich mal ein Foto sehen, ein ausgestelltes Werk. Dann könnte ich vielleicht beurteilen, ob sich die 15 CHF Eintritt lohnen. - Oder besucht ihr eine Ausstellung, weil offensichtlich viele Leute in der Galerie rumstehen?
    (P.S. Nichts gegen Familie Sarasin; wirkt sympathisch.)

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