Verpackungsindustrie

Es gibt Dinge, die wir als sehr selbstverständlich ansehen. Verpackungen sind ein solches Beispiel. In diesem Blogbeitrag gehen wir auf die Geschichte und den Nutzen von Verpackungen ein.

erstellung, Nutzen und Entsorgung

Die Natur macht es uns einmal mehr vor. Eine der originellsten Verpackungen ist etwa die der Banane. Die zähe Schale umhüllt die als energiespendend bekannte Frucht, schützt sie vor Insekten und signalisiert durch den Farbwechsel von Grün auf Gelb sogar, wann der Inhalt reif ist. Sie ist allerdings auch berüchtigt für die Folgen bei ihrer unsachgemässen Entsorgung. Denn wird sie einfach weggeworfen, kann es sein, dass jemand auf ihr ausrutscht. Eine Bananenschale braucht etwa 5 Jahre, bis sie ganz verrottet ist. Schalen von tropischen oder subtropischen Früchten zerfallen langsamer als andere. Daher gehört sie in den, meistens von den Gemeinden organisierten, Biomüll (nicht Kompost).

Nutzen und Entsorgung von Verpackungen ist etwas, das wir sehr ernst nehmen müssen.

Es war einmal

Man kann es vermutlich nicht anders sagen, als dass mit den ersten Menschen auch die ersten Verpackungen entstanden sind. Irgendwie musste man das Essen für den Winter einlagern können.

Planet-Wissen.de schreibt, dass «die ersten Verpackungen aus Materialien bestanden, die die Natur hergab, wie etwa Blasen von Tieren, Leder oder Pflanzenblätter.» Es ging hier also – zumindest soweit wir es heute erahnen können – mehr um die Haltbarkeit als um das Visuelle. Später kamen Materialien wie Lehm, Holz oder Gewebe dazu, welche von Papier und Wachs ergänzt wurden. Wie bei vielen Entwicklungen spielte auch bei Verpackungen das Aufkommen des Handels eine grosse Rolle bei der Weiterentwicklung.

Vor zirka hundert Jahren wurde der Verpackung eine weitere Funktion zugeordnet: Sie sollte nebenbei auch Aufmerksamkeitsfänger sein und durch visuelle Informationen zur Orientierung beitragen.

Verpackungen heute: Forderung nach Berücksichtigung der Umwelt

Inzwischen ist aus diesen Anfängen eine riesige Verpackungsindustrie entstanden. Allein in Deutschland betrug der Umsatz dieser Industrie im Jahr 2014 31.8 Mia. Euro, in der Schweiz lag er im Jahr 2010 bei 6,7 Mia Franken. Verpackungen gehören in einen überzeugenden und wirksamen Marketing-Mix, auch weil sie Werte transportiert. Zu den Werten gehört die Information, das vermittelte Image und die immer mehr zunehmende Forderung der Konsumenten, der Umwelt mehr gerecht zu werden (siehe dazu auch die Sendung «Ohne Plastik leben - Eine Familie probiert's aus» auf Planet-Wissen.de). Qualität, Schutz, Kosten und Umwelt – die Verpackungsindustrie steht unter einem grossen Druck, all diese Faktoren optimal zu berücksichtigen.

Der Nutzen von Verpackungen

Man könnte, wenn man den Film «Plastic Planet» gesehen hat, der Verpackungsindustrie grosse Vorwürfe machen. Verpackungen sind zum Teil äusserst langlebig. Es dauert Jahrzehnte bis Jahrhunderte, bis Kunststoff, Plastik und alles unsachgemäss entsorgte Material, welches schlussendlich im Meer zurückbleibt, wieder abgebaut sind. Bei einer Plastikflasche sind es beispielsweise 450 Jahre. Doch die Produktion ist nur das eine, der Konsum und die Entsorgung liegt zu einem grossen Teil in unserer eigenen Verantwortung. Inzwischen ist diese Entsorgung viel besser organisiert. Sollten wir darum auf Verpackung verzichten? Das wäre zu negativ gedacht, zumal man sich in der Produktion bewusst ist, dass neue Wege angegangen werden müssen.

Dank einer Verpackung spart man etwa 14 Prozent der Kosten, weil das verpackte Gut länger frischgehalten werden kann und die Warenverteilung, also den Transport u. a, erleichtert wird. Jeder einzelne Bundesbürger in Deutschland verbraucht gemäss Planet-Wissen.de 2‘200 Verpackungen pro Jahr oder sechs Verpackungen pro Tag. Im Video «Ohne Plastik leben – eine Familie probiert’s aus», sieht man, was sich alles, was aus Kunststoff ist, ansammelt, und dass es kaum möglich ist, ganz ohne Verpackungen zu leben.

Als Konsumenten müssen wir uns unserer Mitverantwortung bewusst werden und Produkte gezielter auswählen. Möglichst naturverträgliche Verpackungen. Auch da ist die Verpackungsindustrie dran. Es ist der Weg einer Industrie, die mit den Mitteln arbeiten muss, die ihr zur Verfügung stehen und sich gleichzeitig laufend nach umweltverträglichen Alternativen umsehen muss.

Und wir Konsumenten? Das eine tun und das andere nicht lassen. Bewusster einkaufen und auf aufwändige Verpackungen verzichten. Nach Alternativen suchen und dort, wo wir Einfluss nehmen können, es tun. Schritt für Schritt.

Das Thema Verpackung im Web:

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