Tramverbindung Hardbrücke wird gebaut

Mit dem heutigen Spatenstich starten die Bauarbeiten zur neuen Tramlinie über die Hard-brücke. Dazu eingeladen haben Regierungsrätin Carmen Walker Späh, die Stadträte Fi-lippo Leutenegger und Andres Türler sowie der stellvertretende Leiter der SBB Infra-struktur Markus Geyer. Die Tramverbindung Hardbrücke verknüpft die Stadtteile 4 und 5und bindet das Tram optimal an das S-Bahn-Netz an. Die neue Linie wird fahrplanmässigam 10. Dezember 2017 in Betrieb genommen.

«Zürich entwickelt sich. Fast nirgends ist dies so schnell und deutlich sichtbar wie im ehemali-gen Industriequartier, dem heutigen Zürich-West.» Mit diesen Worten begrüsste Volkswirt-schaftsdirektorin Carmen Walker Späh die Anwesenden und gab ihrer Freude Ausdruck, dassdie Tramverbindung eine wichtige Brücke zwischen zwei boomenden Stadtteilen schlagen wird.Der Tramanschluss an den wichtigen S-Bahnhof Hardbrücke verbindet die Quartiere zudem op-timal mit dem Rest des Kantons. Deshalb sei der Kanton von Anfang an von der Wichtigkeit unddem Nutzen dieser Verbindung für die Bevölkerung und die Wirtschaft überzeugt gewesen.

Nach dem klaren Ja der Stimmberechtigten in der kantonalen Volksabstimmung im November2014 können die Bauarbeiten beginnen. Diese dauern bis zum Herbst 2017. Mit dem Fahrplan-wechsel am 10. Dezember 2017 geht das Tram in Betrieb, und gleichzeitig steht auch der neugestaltete Hardplatz bereit. Die neue Tramstrecke verbindet den Hardplatz über einen Teil derHardbrücke mit den Gleisen des Trams Zürich-West bei der Haltestelle Schiffbau. Die Linie 8,die heute am Hardplatz wendet, kann über den Escher-Wyss-Platz ins Werdhölzli verlängertwerden und schafft so direkte Verbindungen zwischen den Quartieren Aussersihl und Zürich-West. Ausserdem wird der Bahnhof Hardbrücke optimal an das städtische Tramnetz angebun-den.

Clever vernetzt

«Mit der neuen Tramverbindung überwinden wir erstmals das Gleisfeld und können dadurchden Hauptbahnhof entlasten. Es ist ein kleiner Abschnitt mit grosser Wirkung». Für StadtratAndres Türler ist diese Tramlinie ein wichtiges Element in der Netzentwicklung der Verkehrsbe-triebe Zürich. Aufgrund der dynamischen Siedlungsentwicklung in Zürich-West und des stetigwachsenden Pendlerverkehrs wird das Fahrgastaufkommen am Bahnhof Hardbrücke weiter zunehmen. Hier wird die verlängerte Tramlinie 8 eine wichtige Aufgabe im Pendler- und Anwohnerverkehr übernehmen. Die Hardbrücke wird mit dem Tram ein verbindendes Element in derStadt. Die Tram- und Bushaltestelle Hardbrücke wird aber auch ein markantes Element imStadtbild. Auf jeder Seite werden zwei Kuben aus silberfarbenem Lochblech gebaut.

Der Bahnhof Hardbrücke ist einer der meistfrequentierten Bahnhöfe im Raum Zürich. Heutesteigen täglich knapp 50 000 Personen ein und aus, mit der Tramverbindung über die Hardbrücke werden diese Zahlen weiter wachsen. «Die SBB hat wie die Stadt und der Kanton das gleiche Ziel: Wir wollen eine attraktive ÖV-Plattform anbieten. Darum passen wir unsere Infrastruktur am Bahnhof Hardbrücke an die künftigen Passagierströme an», erläutert Markus Geyer,stellvertretender Leiter der SBB Infrastruktur. Gleichzeitig mit dem Bau der Tramverbindungwird die SBB den Mittelperron anpassen und in Komfort und Sicherheit investieren. Die SBBprofitiert dabei von Synergien mit dem Tramprojekt. Der Bahnhof wird aufgewertet, der stufenfreie Einstieg wird realisiert, es gibt grosszügigere Zugänge und eine bessere Verteilung derReisenden auf dem Mittelperron.

Die Arbeiten starten heute

«Mit den zwei Kuben, die die Stadt auf der Hardbrücke baut, können die Fahrgäste trockenenFusses zwischen S-Bahn, Tram und Bus umsteigen», erklärte Stadtrat und TiefbauvorsteherFilippo Leutenegger am heutigen Spatenstich, «damit entsteht auf der Brücke ein neuer Bahnhofsteil. Der Bahnhof Hardbrücke wird bald nach der Eröffnung in die Schweizer Top 10 aufsteigen». Der Bahnhof ist heute der zwölftgrösste der Schweiz. «Wir bauen nebst dem Tram aucheinen neuen Hardplatz», ergänzte Leutenegger, «es entsteht ein ebener, offener und freundlicher Platz mit Sitzbänken und Bäumen, auf dem sich die Menschen gerne aufhalten».

Der Spatenstich erfolgte an der Stelle, an dem in den nächsten Wochen die erste Stütze für diezusätzliche Geroldrampe gebaut wird. Bis das Tram dann im Dezember 2017 über die Brücke

fahren kann, sind grosse Bauarbeiten nötig. Als erstes wird eine dritte Rampe für die Linksabbiegenden auf die Hardbrücke gebaut. Anschliessend wird auf der gegenüberliegenden Seitedie bestehende Pfingstweidrampe abgerissen und durch eine neue Rampe für das Tram ersetzt. Gleichzeitig beginnen auch die Arbeiten auf dem Hardplatz. Dieser wird einladend undübersichtlich gestaltet und mit einem Shop und einem Züri-WC ergänzt. Die Trottoirs und Velospuren auf der Hardbrücke bleiben, wie sie heute sind, und auch die Zweiradparkierungsanlagen bleiben mit Einschränkungen sowohl während als auch nach dem Umbau bestehen.

In der ersten Bauphase entstehen für den Verkehr keine grundlegenden Einschränkungen, jedoch müssen die Parkplätze unter der Geroldrampe aufgehoben werden. Ab November 2015erfolgt dann mit der Sperrung der Pfingstweidstrasse der erste verkehrliche Eingriff.

Die Gesamtkosten für die Tramverbindung Hardbrücke betragen rund 130 Millionen Franken.Davon zahlt der Bund aus dem Agglomerationsfonds 35 Prozent (rund 45 Millionen Franken),der Kanton Zürich trägt 76,4 Millionen Franken und auf die Stadt Zürich entfallen 7,8 MillionenFranken. Die Stadt finanziert zudem Werkleitungen und den Kiosk Store mit 7,2 Millionen Franken. Die SBB investieren rund 9 Millionen Franken in Verbesserungsmassnahmen am Mittelperron.

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