Starauflauf im Kino Abaton

"Elyas! …Elyas!" Als ich am Mittwochabend zur Premiere des Komödien-Sequels von "Fack ju Göthe" komme, sind die zögerlichen Teenie-Schreie schon von weitem zu hören. Beim Haupteingang vom Kino Abaton hat sich ein grosser Pulk um den roten Teppich versammelt. gebildet. Für die Schweizer Premiere sind nämlich sowohl die Produzenten, wie auch die Hauptdarsteller Elyas M'Barek und Jella Haase, angereist, und machen die Kitag *Carte Bleue Night" zu einem besonders aufregenden Kinoabend.

Eigentlich war es mir eher nach bequemer Garderobe zu Mute, als ich mich für den Kinobesuch bereit machte. Meine Kollegin erinnerte mich aber daran, dass wir vielleicht bald vor Elyas M'Barek stehen würden! Der wohl heisseste deutsche Bachelor der Stunde war ein schlagkräftiges Argument. So sind wir kurz darauf aufgebrezelt zum Abaton gestöckelt und fassten das Ziel, ein Selfie mit dem Star des Abends machen zu können. Da der Schauspieler leider überhaupt keine Augen für uns hatte, wir erspähten ihn nur knapp zwischen den Scheinwerfern, mussten wir uns einen anderen Promi suchen.

Das obligate Selfie mit dem Shooting Star der Schweizer Social Media Welt, Bendrit Bajra

Wie das Foto beweist, ist uns das kurze Zeit später auch tatsächlich gelungen. Auch Bendrit konnte allem Anschein nach nicht warten, und wollte vor allen anderen wissen, wie die Komödie des Jahres 2013 fortgesetzt würde. Wir stimmten uns übrigens vor dem Kinosaal mit kostenlosem Bier und Cüpli auf den Film ein und überbrückten so die Verspätung von über einer halben Stunde problemlos.

Die Hoffnung, Elyas einmal hautnah zu erleben, hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon lange aufgegeben und freuten uns deshalb, ihn wenigstens bald zwei Stunden lang auf der Leinwand anschmachten zu können. Als wir dann endlich in den Saal reingelassen wurden, nahmen wir gespannt auf unseren Sitzen in der viert vordersten Reihe Platz. Mit dem Blick zur Leinwand und den Händen beim Popcorn, warteten wir darauf, dass sich der Vorhang für die Filmvorführung öffnete. Doch stattdessen wurde das Scheinwerferlicht angemacht und Sven Epiney erschien darin auf der Bühne vor der Leinwand. Somit ging die Kinopremiere der Sonderklasse nach dem roten Teppich und dem ganzen Menschenauflauf vor dem Eingang in die zweite Runde. Bevor der ausverkaufte Kinosaal in den zweistündigen Genuss vom überzeichneten Schuluniversum der Goethe-Gesamtschule kommen würde, bat Epiney zuerst die Produzenten für ein kurzes Interview, und dann auch noch Frauenschwarm M'Barek und seine Schauspielkollegin Jella Haase zu sich auf die Bühne. Unsere vermeintlich eher schlechten Plätze entpuppten sich jetzt als wahre Glückstreffer, denn der Weg vom Eingang zur Bühne führte Elyas M'Barek haarscharf an uns vorbei!

Die Stars von "Fack ju Göthe 2" beantworteten Epineys Fragen in "locker-flockigen" Art. Als Elyas gefragt wird, was er von Zürich halte, gesteht Elyas dann zum Entzücken des ganzen Kinosaals: "Ich finds krass wie attraktiv hier alle sind! … Alle sehen toll aus, es ist wirklich wie ein Disneyland hier!". Nicht nur erfolgreich, sondern auch charmant ist er, der Hauptdarsteller des dritterfolgreichsten Films Deutschlands. Dann wünscht er uns viel Spass mit dem neuen Film, und die vier werden mit einem kräftigen Applaus unsererseits verabschiedet. Schliesslich, kurz nach neun Uhr, flimmert dann der langersehnte Teil 2 über die Leinwand und wir geben uns der Komödie gefüllt mit Klamauk, Überspitzung und einfallsreichen Situationskomik hin.

Der Film läuft seit der Premiere mehrmals täglich im Kino Abaton in Zürich-West und ist jedem zu empfehlen, der den ersten Teil mochte. Jedoch muss man ein wenig Geduld zeigen, denn bis zur Pause ist die Fortsetzung eher enttäuschend. Danach findet "Fack ju Göthe 2" zum Glück wieder auf seine alte Spur zurück und endet abermals in einem oberkreativen Abspann, der zum Schluss wahrlich ein fulminantes Feuerwerk zündet.

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