Spitzentitel in der Buchhandlung Volkshaus: Das westnetz-Buch

Das westnetz.ch Best-of-Buch gibt es als Hardcover, das mit seinem lauten Buchrücken aus jedem Regal winkt und sich schmuck macht im Büro eines jeden topaktualisierten und aber auch aufgeschlossenen Kommunikationsderwischs.

Ab sofort ist der 572-Seiten starke Ziegel erhältlich im Sphères und in der Buchhandlung im Volkshausm, wo er prominent im Schaufenster steht. Der Band sammelt die besten Blogs und diskutiert Firmenkommunikation unter digitalen Bedinungen sowie Chancen und Fährnisse von hyperlokalem Journalismus.

Buchrücken
Laut: Der Buchrücken

In der Aufmachung radikalisisert der Band das, was die klassichen Zürcher Medien zum Skandalon zu stilieren suchten: Das auf einer Plattform der VBZ eine Bloggerin auch zum Thema Sex schrieb. Noch findet man Linda Solankis unverblümte Kolumnen hier, bald sind sie nur noch im Buch. Warum wir noch ein Buch machen, verrät das Vorwort:

Wovon Ringier-Jouschu-Absolventinnen träumen

Rund vier Jahre lang wagten die Verkehrsbetriebe Zürich ein Abenteuer in Sachendigitaler Kommunikation. Westnetz.ch war ein Marketing-Instrument und gleichzeitig ein Versuchslabor, in dem unzählige Praktikanten sich und die Möglichkeiten desNetzes erprobten. Selbtsverständlich ist das nicht. Die heimische Medienbranche, diedie Umwälzungen der digitalen Revolution vor allem als Zumutung wahrnimmt, istgeprägt von Angst, Kleinlichkeit und dem Ideenvakuum eines Tagesgeschäfts, das mehr dem Hamsterrad als Dr. Oetkers Kochstudio gleicht. Schlagartig klar wurde das, als sich bei westnetz.ch eine Absolventin der Ringier-Journalistenschule - früherein Garant für aussichtsreiche Medienkarrieren - als Praktikantin bewarb. Erst dachten wir: Die spinnt. Aber statt im Newsroom bloss gehetzt Gefässe abfüllen, wolltedie talentierte junge Frau auch einmal eine Reportage schreiben und in einem Zukunftsmedium wirken. Und mit dem Digitalen tat und tut sich Ringier ja eher schwer. Noch 2012 deklarierte Ringier-Chef Walder, man müsse sich ein Beispiel an den USA nehmen und Bezahlschranken einführen. Bei westnetz.ch, das praktisch nur DigitalNatives beschäftigte, dachten wir: Na dann: farewell!Ein Jahr später verkündete Walder brandneue News aus den USA: Bezahlschrankepassé..Fünf Punkte würden für die Digitalisierung gelten:1. Mobile Geräte bedienen.2. Bewerbung der Inhalte über soziale Medien. 3. Auf Video setzen. 4. Neue Werbeformen, weil Werbebanner tot sind. 5. In Technologie investieren. Das hörten wir beiwestnetz.ch gerne.Zwar konnte sich ein staatliches Unternehmen wie die VBZ nichterlauben, bei der Werbung zu wildern. Aber immerhin war es gelungen, in dem Quartier, das wir bespielten, gegen vierhundert Unternehmungen und Organisationen mitihrem Auftritt, auf der Seite zu haben. Einzelne, wie das Kino Riffraff, begriffen wiedigitale Werbung funktioniert und veröffentlichten fleissig Beiträge über Premierenund ihre Filme. Als ein Medium, das kaum Marketing in eigener Sache machen konnte, war bei westnetz.ch die Verbreitung der Inhalte über Facebook, Twitter, Google+etc. pp. selbstverständlich, und das verhalf uns zu erstklassigen Suchmaschinenpositionen. Und wenn es etwas gibt, wo westnetz.ch wirklich ein Pionier war, dann imEinsatz von - Forderung Nummer drei - Video. Einem Medium, das in den grossen Medienhäusern nach wie vor eine Mauerblümchenexistenz fristet. Bei westnetz.ch machten wir aus der Not, da es für Video kein Budget gab, eine Tugend. Alles wurde mit Konsumentenmaterial gedreht, man lieh sich hier ein Mikrophon, da eine Kamera und lotete die Möglichkeiten von Smartphones aus. Kurzum, westnetz.ch praktizierte während drei Jahren das, was man in den Verlagen gerne fordert.Dann war westnetz.ch ein Testgelände für Unternehmenskommunkation unter digitalen Bedingungen. Die VBZ liessen sich darauf ein, sich auf der eigenen Seite heftig kritisieren zu lassen, und fuhren gut mit Kommunikationsmassnahmen, die dialogisch und direkt funktionieren, derweil klassische Medien als Mittler aussen vor blieben.Wir sind uns sicher, bei westnetz.ch haben wir einiges von dem ausgeschöpft, was kontemporäre Technologie ermöglicht und erfordert. Das gilt auch für dieses Buch: Da die Buch-Produktion kaum mehr etwas kostet, fassen wir fröhlich Posts, High-lights, Analysen und Artikel über uns in einem Band zusammen. Wir tun das, weil das eine recht gute Momentaufnahme eines dynamischen Quartiers ergibt. Wir tun das, weil sich daraus einige Lehren ziehen lassen für ähnliche Projekte und für den digitalen Wandel bei den Medien. Wir tun das, weil es eine Flaschenpost ist, denn bald wird der Fortschritt vieles überholt haben und aus der Zukunft wird unser Heute komisch und historisch wirken. Und wir publizieren das Buch als Dankeschön an alle, die westnetz.ch möglich gemacht haben.Danke, VBZ-Kunden! Danke VBZ und besonders: Merci Heinz Vögeli, dem mutigen und visionären Kommuni-kationschef der VBZ, der stets ein Ermöglicher, nie ein Verhinderer war. Danke denKommunikationsmenschen auf der VBZ, die den Sack Flöhe begleiteten, der westnetz.ch zuweilen auch war. Danke all den Praktikanten, die bei uns enorme Pensenzu absolvieren hatten. Danke all den Bloggern, die westnetz.ch zu einem Kaleidoskop von Zürich-West gemacht haben. Danke den Unternehmungen, die mit von derPartie waren. Danke Verlagsleiter Werner Mäder, merci HinderlingVolkart. Dankedem Blick und den anderen Kollegen, die uns mit der Anal!Anal!Anal!-AufregungAufmerksamkeit verschafften. Danke der verehrten Leserin, danke dem geschätzten Zuschauer, für die wir westnetz.ch gemacht haben.

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