Am Wochenende zog über Zürich-West ein Sturm auf, doch die Anwohner liessen sich nicht stören. Obwohl dicke, graue Wolken den Himmel überzogen, spielten sie weiter Fussball und setzten ihre Spaziergänge fort.
Die Zürcherinnen und Zürcher mussten am letzten Sonntag wieder ein bisschen frieren. Es windete und regnete ein bisschen und doch zog es viele nach draussen. Auf den roten Stühlen beim Kiosk Josefwiese, haben einige Familien ein Picknick veranstaltet oder sogar noch zu der späten Stunde gefrühstückt.
Mit einer dicken Jacke sass auch ich dort und habe ein Gipfeli gegessen, einen Kaffe getrunken und das Treiben im Quartier beobachtet. Die jungen Fussballtalente sind auf der Wiese dem Ball nachgerannt und haben bei jedem Goal lautstark gejubelt. Einige Jogger haben ihre Runden um den Platz gedreht und die Hundehalter hatten nur Augen für ihre treuen Freunde, die ihrerseits ein reges Interesse an den Spatzen zeigten. Diese kleinen Piepmatze sassen zu Dutzenden auf den Stuhlbeinen oder suchten zwischen den Kieselsteinen nach Brotkrumen. Zum fröhlichen pfeifen schienen sie an diesem trüben Tag nicht so aufgelegt, doch sie wirbelten durch die Lüfte und genossen die Aufmerksamkeit der Besucher. Die Wolken wurden immer dichter und grauer und schliesslich sah es bedrohlich nach Regen aus und viele der Jogger und Spaziergänger machten sich auf den Heimweg.
Der Kiosk auf der Josefwiese, ein hübsches kleines Restaurant, wird von der Stadt betrieben. Am Morgen kann man gemütlich Zmörgele und mittags einen leckeren, hausgemachten Burger verspeisen. Sie bieten Bastelkurse und Fussballtrainings an und man kann sogar bei Jass-Turnieren mitmachen. Kurz, es ist ein Treffpunkt für alte und junge Leute aus dem Quartier Zürich-West.
Nachdem die ersten Regentropfen vom Himme fielen, leerte sich der Platz nach und nach und auch ich suchte das Weite.