Produktion und Versand von Konsumgütern

Die Welt dreht sich gefühlt immer schneller. Das Internet macht Distanzen immer unwichtiger, und mittlerweile sind wir es gewohnt, Dinge ganz selbstverständlich extrem schnell und unkompliziert zu bekommen. Das Ganze funktioniert aber nur, weil sowohl im Bereich der Produktfertigung als auch in der Logistik schon heute Technologien zum Einsatz kommen, die genauso gut einem Science-Fiction-Roman entspringen könnten.

Stark wie Hulk

Gerade in der industriellen Fertigung von komplexen technischen Erzeugnissen wie Motoren oder Autos geht es nicht nur filigran zu – es müssen auch immer wieder schwere Lasten bewegt, an die richtige Position gebracht und zusammengefügt werden. Zwar werden für solche Arbeiten Industrieroboter eingesetzt, ganz ohne menschliches Zutun geht es aber nicht überall. Trotzdem müssen die entsprechenden Arbeiter aber nicht auf hochmoderne Technikunterstützung verzichten. Um etwa schwere Bauteile auf die passende Arbeitshöhe zu bringen, ist keine Muskelkraft nötig, stattdessen werden Hubwagen, die es zum Beispiel in hydraulischer und elektrischer Ausführung gibt, als höhenverstellbare Arbeitsfläche genutzt – einfach, aber effektiv. Und auch beim manuellen Arbeiten selbst kann Hightech hilfreich sein. So setzen Arbeiter des Autoherstellers BMW bei bestimmten Fertigungsschritten sogenannte Exoskelette ein, um dabei stark beanspruchte Muskelpartien zu entlasten und mehr Kraft zur Verfügung zu haben. Diese „Roboter zum Anziehen“ machen ihre Träger zu einer Art „Hulk“ – nur ohne die unerwünschten Nebenwirkungen wie etwa Zerstörungswut, was in diesem Anwendungsbereich auch äusserst kontraproduktiv wäre.

Augmented Reality und fliegende Boten

Die Verwendung von Exoskeletten führt ausserdem dazu, dass die Arbeiter ein höheres Tempo bei der Fertigung an den Tag legen können – Zeit ist schliesslich Geld. Natürlich soll bei aller Geschwindigkeit aber nicht die Qualität der Produkte leiden. Um diese zu gewährleisten, setzen immer mehr Betriebe Augmented-Reality-Verfahren ein. Dabei verwenden Arbeiter spezielle Headsets, die per Bildschirm zusätzliche Informationen in die reale Umgebung einblenden – dadurch wird die Fehlerquote bei der Produktion reduziert und gleichzeitig die Geschwindigkeit erhöht. Um Geschwindigkeit geht es natürlich auch all jenen, die Produkte kaufen – je schneller man sein heiss erwartetes Paket erhält, desto glücklicher ist man als Kunde schliesslich. Um den Versand noch schneller zu gestalten, werden manche Dinge bereits heute über den Luftweg versendet – und zwar direkt bis zur Haustür: Ein Schweizer Startup bietet im Rahmen eines Pilotprojekts nämlich den Versand per Drohne an.

Bildrechte: Flickr YleX stage ceiling Adrián Pérez

CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Karte wird geladen ...

Logo Westnetz