Plus Size

Vor nicht allzu langer Zeit dachten die meisten Menschen in Zürich und der ganzen Welt bei Models an schlanke Frauen, die weniger ihre weiblichen Rundungen als ihre Hüft- und Wangenknochen zur Schau stellten.

Dies hat sich geändert. Denn laut szenekundigen Magazinen wie stylebook.de fordern mittlerweile sogar die Models des weltweit bekannten Dessouslabels Victoria’s Secret Plus Size-Models.

Aktuelle Diskussion am Beispiel Kate Upton

Im Jahr 2013 hatte die Bookerin der Victoria’s Secret Show, Sophia Neophitou, in einem Interview mit der New York Times noch über Kate Upton gelästert. Unter anderem sagte sie, das für seine weiblichen Rundungen bekannte Plus Size-Model würde sie niemals buchen. Upton sei billig und habe ein Gesicht, dass sich jeder mit genug Geld kaufen könne. Doch es hat sich einiges geändert.

Denn in der Folge war Kate Upton auf drei verschiedenen Covers der bekannten Zeitschrift Vogue zu sehen. Der VIP-Fotograf Terry Richardson schoss Bilder mit ihr. Darüber hinaus bildete sie das V Magazine ebenfalls auf dem Titelblatt ab. Die aktuellste Entwicklung zeigt, dass sich die Einstellung bei grossen Labels mittlerweile geändert hat. Dies schliesst auch Victoria’s Secret mit ein.

Das 21jährige Model Jac Jagaciak, welches regelmässig für die Marke läuft, ist der Ansicht, dass weltweit eine grössere Offenheit für Plus Size-Models herrscht. Ihrer Meinung nach sei auch Victoria’s Secret für diese Entwicklung bereit. Diese Einstellung drückte auch ein weiteres Model, die 26jährige Elsa Hosk, aus.

Die Haltung der Konzerne und Veränderungen

Die Durchschnittsfrau von Nebenan würde wohl nicht sagen, dass Kate Upton übergewichtig ist oder ein typisches Plus Size-Model darstellt. Doch immer noch herrschen bei vielen Labels und Beschäftigten in der Modebranche andere Massstäbe.

Designerinnen wie Eden Miller, die bereits vor zwei Jahren bei der New York Fashion Week ihre Models an den Start brachte, verändern die Szene. Mit ihrem Label Cabiria brachte die vollschlanke Modeschöpferin Bewegung in die konservative Branche. Auch renommierte Modehäuser, so etwa Peter Hahn, reagieren auf die Entwicklung und bieten eigene Rubriken in ihren Webshops an. Vollschlanke Schweizerinnen, die Plus Size-Mode anprobieren wollen, können das auch im entsprechenden Modehaus von Peter Hahn in Zürich (Talacker 21, Mo-Fr 9-18.30 Uhr, Sa 9-16 Uhr) tun.

Dieselbe Entwicklung ist auch bei anderen namhaften Modedienstleistern zu beobachten. Gerade in der letzten Zeit gibt es noch weitere Labels und Persönlichkeiten, die sich in den Dienst der Sache stellen.

Persönlichkeiten und Labels

Die US-amerikanische Countrysängerin Jessica Simpson ist ein Beispiel für diese Entwicklung. Sie zeichnet für die gleichnamige Modemarke verantwortlich. Von Pullovern über bestickte Kimonos bis hin zu speziellen Tops, bequemen Jogginghosen, Jeans für kurvige Ladys und Fit-and-Flare-Dresses finden Damen eine Menge Auswahl in grossen Grössen. Dies kennzeichnet einen weiteren Unterschied zu früheren Jahren. Durch die deutliche Ausweitung des Sortiments für normalgewichtige und molligere Frauen können diese sich in der Schweiz und überall auf der Welt nun angemessen einkleiden. Modelinien wie „Violeta“ vom spanischen Label Mango sorgen für international respektierte Angebote in diesem Modebereich.

Im Zuge dieser Entwicklung sind natürlich auch die entsprechenden Laufsteg-Schönheiten international bekannt geworden. Als Topmodel gilt die Australierin Robyn Lawley, die auf ihrem Instagram-Konto tausendfach gelikte Aussagen postet wie: How to have a beach body: 1. Have a body 2. Go to the beach. Wie die Zeitschrift Gala berichtete, liess sich Lawley hochschwanger mit Cellulite ablichten. Dabei wurde keinerlei Fotobearbeitung vorgenommen. Die 25jährige Australierin ging ohne Hairstyling und ohne Make-Up in das Fotoshooting.

Ihre Botschaft an alle Schweizerinnen und sonstigen Frauen weltweit, die nicht dem Schönheitsideal konservativer Labels und dem Beauty-Wahn der Medien entsprechen, ist klar. Frauen sollten sich selbst von den äußeren Einwirkungen einer Schwangerschaft, wie beispielsweise Dehnungsstreifen, Pickeln oder Orangenhaut nicht abhängig machen. Sie sollten sich vielmehr auf ihre Stärken und inneren Werte konzentrieren.

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