DAS UBER-PRINZIP

Uber, das weltgrößte Taxiunternehmen, besitzt keine Fahrzeuge. Facebook, das weltgrößte Medienunternehmen, produziert keine Inhalte. Alibaba, das wertvollste Handelsunternehmen, hat kein Inventar. Und Airbnb, der weltgrößte Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten, besitzt keine Immobilien – diese Unternehmen sind nur der Gipfel des Eisbergs der sogenannten On-Demand Economy.

Die rasant steigenden Venture-Capital Investitionen in diese On-Demand Branche von weit über 1 Milliarde USD sind ein Indiz, dass wir uns mit einer neuen Entwicklung auseinandersetzen müssen.Was früher mit «Sharing Economy» belächelt wurde, hat sich heute zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell zahlreicher Unternehmen entwickelt.

Der Siegeszug der Smartphones und die weltweite Vernetzung

Die On-Demand Economy ist die Konsequenz einer vernetzten Welt. Erst mit dem Siegeszug der Smartphones und dem permanenten «Online sein» ist es möglich geworden, überall und jederzeit Menschen jeglicher Herkunft und Qualifikation zu erreichen. Dazu trägt auch die enorme Rechenleistung der Smartphones bei, die weit über der Leistung der PC‘s aus den 90er Jahren liegt. Beispielsweise wurde am Release-Wochenende des neuen iPhones im September 2014 25-mal mehr Rechenleistung verkauft, als 1995 auf der ganzen Welt verfügbar war.

Digitalisierung als Wegbereiter einer On-Demand Economy

Unternehmen stehen permanent vor der Fragestellung, ob bestimmte Arbeitsprozesse und Aufgaben selber ausgeführt oder eingekauft und von externen Fachkräften ausgeführt werden sollen. In der heutigen hochvernetzten und digitalen Welt wird die Frage «Make or Buy?» in ein anderes Licht gerückt. Per Mausklick ist es möglich, jederzeit und weltweit Personen gleich welcher Qualifikation ausfindig zu machen. Transaktionskosten tendieren gegen null und die Ressource Arbeitskraft wird jederzeit verfügbar. Dies ermöglicht eine nie dagewesene Welt von Geschäftsmodellen – die der On-Demand Economy.

In Amerika bezeichnet man diese neuen Start-ups als «Uber für X». Das X steht dabei für jede nur denkbare Aufgabe, die jemand anderes für einen erledigen könnte. In jedem Fall sind diese Geschäftsmodelle auf Skaleneffekte angewiesen. Beispielsweise wird ein On-Demand Anbieter von Personal keinen Mehrwert für seinen Kunden bieten können, wenn er kein Netzwerk von Arbeitskräften hat, das auf Zuruf, also on demand, zur Verfügung steht. Das klingt für viele wie Zukunftsmusik, ist aber bei STAFF FINDER heute schon Realität: Mit über 50‘000 registrierten Arbeitnehmern aus Gastronomie/Hotellerie, Detailhandel/Logistik, Promotion/Event sowie kaufmännischen Berufen hat STAFF FINDER das erforderliche Netzwerk, um sowohl vorhersehbare als auch unvorhersehbare Personalengpässe kurzfristig zu decken – bei 98 % der Anfragen innert vier Stunden.

Ressourcenauslastung auf einem anderen Level

Die On-Demand Economy ermöglicht eine maximale Ressourcenauslastung. Dank der umfassenden Vernetzung und der direkten Kommunikation ist jede On-Demand Anfrage innert kürzester Zeit bedienbar. Im Personalmanagement sind wir schon länger soweit, dass die Rede vom «Job für einen Nachmittag» ist. Der amerikanische Ökonom Arun Sundararajan von der New York University behauptet hierzu, dass in nicht allzu ferner Zukunft die Vollzeitstelle bei einem einzigen Unternehmen eher die Ausnahme als die Regel sein wird. Für Arbeitskräfte können diese neuen Beschäftigungsformen mehr Freiheit und Flexibilität bedeuten.

«Uberisierung des Alltags»

Wir stehen schon mittendrin in der On-Demand Economy. «Uber für X»-Unternehmen schiessen wie Pilze aus dem Boden und verändern die Geschäftsmodelle aller möglichen Branchen. Hier eine interessante Auflistung des Gottlieb Duttweiler Institutes von Unternehmen, die das Uber-Prinzip in verschiedenen Branchen schon erfolgreich anwenden.

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