Nachhaltige Ergonomie

Eine überwiegend sitzend ausgeführte Bildschirmtätigkeit kann zu schwerwiegenden Belastungen von Wirbelsäule, Muskulatur, Sehkraft und Konzentrationsfähigkeit führen. Dementsprechend ist es wichtig, Ausstattungsrichtlinien zu folgen, welche die Ergonomie am Arbeitsplatz gewährleisten. Dies wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Mitarbeiter aus und fördert deren Leistungsfähigkeit.

Des Weiteren können durch die Minimierung krankheitsbedingter Ausfälle die betriebswirtschaftlichen Kosten gesenkt werden.

Elemente eines ergonomischen Arbeitsplatzes

Zu den gewöhnlichen Standardausführungen eines Arbeitsplatzes zählen:

  • Schreibtisch

  • Bürostuhl

  • Computer

  • Telefon

  • weitere elektronische Anlagen (Bsp. Drucker, Fax)

  • Beleuchtung

Für jedes dieser Elemente gibt es damit zusammenhängende ergonomische Aspekte. Bei Schreibtischen und Bürostühlen kommt es sowohl auf die Arbeitshöhe als auch die Bewegungsfreiheit an. Wichtig ist es, dass hier die richtigen Arbeitshöhen durch verstellbare (Höhe und Position) und die Sitzhaltung fördernde Büromöbel gewährleistet werden, die in platzschaffenden Abständen aufgestellt sind. Andernfalls kommt es zu falschen, statischen Körperhaltungen. Diese wirken sich nicht nur negativ auf die gesundheitliche Entwicklung aus, sondern gehen auch zulasten der geistigen Dynamik.

Der richtige Bürostuhl für das Büro beugt Rückenschmerzen vor

Bildquelle: kaiserkraft.de

Nicht zu vernachlässigen sind Greif- und Bewegungsräume. Gilt die Vorderkante der Tischplatte als Ausgangspunkt, sollten beispielsweise häufige Gebrauchsgegenstände nicht außerhalb eines bestimmten Abstandes (circa 30 cm) verwahrt werden. Die Arbeits- und damit verbundenen Bewegungsabläufe eines jeden Mitarbeiters bestimmen die jeweilige Anordnung der Arbeitsmittel.

Die korrekte Sitzposition am Arbeitsplatz

Bildquelle: malsbenden.com

Ergonomie am Arbeitsplatz steht und fällt jedoch nicht nur mit der korrekten Sitzhaltung. Visuelle Störungen können sich ebenso gravierend auswirken. Diese entstehen durch eine unzureichende oder falsche Beleuchtung, aber auch die inkorrekte Aufstellung von Computerbildschirmen mit falschen Sehabständen. Blendungen oder eine fehlende Ausleuchtung führen zu einer permanenten Beeinträchtigung der Sehkraft. Deshalb sind hier Direkt- und Reflexblendungen zu vermeiden und das richtige Verhältnis von Licht und Schatten innerhalb eines Raumes zu beachten.Die gesetzlichen Verordnungen Die gesetzlichen Vorgaben zur Ergonomie am Arbeitsplatz legen die Mindestvorgaben fest, welche zur Gestaltung von Arbeitsplätzen (mit Bildschirmen) gelten sollen. In diesem Zusammenhang sind ein Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), eine Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) sowie eine Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) formuliert. Hinzukommen die Normen DIN EN ISO 9241 (Ergonomie der Mensch-System-Interaktion für Bildschirmarbeitsplätze) und DIN EN ISO 10075 (Ergonomische Grundlagen psychischer Arbeitsbelastung).Trotz gesetzlicher Vorgaben und formulierte Richtlinien: Ergonomie am Arbeitsplatz muss nicht als statische Umsetzung, sondern sollte vielmehr als dynamischer Prozess verstanden werden. Dies hängt auch damit zusammen, dass Mitarbeiter bei der Umsetzung selbst gefordert sind und die individuellen Anpassungen vornehmen müssen. Es lohnt sich, sich nach und nach mit den einzelnen Aspekten der Ergonomie auseinanderzusetzen und an einer personalisierten Umsetzung zu arbeiten.Wirtschaftliche Aspekte Bei der Anschaffung ergonomischer Büromöbel ist der Fokus auf Qualität ein Erfolgsgarant. Denn trotz der eventuell erhöhten Anschaffungskosten macht sich diese Investition bezahlt. Dies ist nicht nur der Langlebigkeit des Mobiliars geschuldet, sondern auch der dadurch geförderten Leistungssteigerung der Mitarbeiter. Auf lange Sicht bedeutet dies: Die Ausgaben können innerhalb eines kurzen Zeitrahmens zurück und anschließend schneller Gewinn erwirtschaftet werden. Produktivitätssteigerung, Wettbewerbsvorteil und wirtschaftlicher Profit sind demnach die Resultate einer nachhaltigen Ergonomie am Arbeitsplatz, welche somit einen wichtigen Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung darstellt.

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