Mad Girl

Heute Abend präsentiert die Musik-Band Mad Girl im gemütlichen Ambiente des Restaurants Alpenrose an der Fabrikstrasse poetische Klänge. Es ist der letzte Abend der Konzertreihe Metronom. Wer steckt hinter Mad Girl? Wir sagen, weshalb man sich ein Abendessen der besonderen Art nicht entgehen lassen sollte.

„I shut my eyes and all the world drops dead.“ So lautet eine der Zeilen, die sich im Gedicht Mad Girl‘s Love Song der Amerikanerin Sylvia Plath immer wiederholt. Doch wenn man den Klängen von Franziska Brücker lauscht und dabei die Augen schliesst, erwacht die Welt erst so richtig. Die Musikerin schafft es mit ihren Songs, Bilder zu erzeugen, die wir alle in uns tragen und neu entdecken können.

„Mad Girl ist mein Herzstück, mein erstes Projekt“, sagt die aufgeweckte Urnerin. Sie hat Pädagogik und Komposition in Luzern und Bern studiert und unterrichtet zurzeit an der Musikschule in Luzern und Altdorf. Die Band Mad Girl setzt sich zusammen aus den zwei Sängerinnen Franziska Brücker und Corinne Huber, komplettiert mit Schlagzeuger Lander Gyselinck. Eine ganz besondere Kombination, die sich auszeichnet durch die Vielfältigkeit der drei Mitglieder. Aufgrund der Bandbesetzung und deren Klangmöglichkeiten wurden musikalische Ideen erarbeitet. Die beiden Sängerinnen decken verschiedene Frequenzen ab und sind rhythmisch gut aufeinander abgestimmt.

„Ich habe mir mehrmals überlegt, einen Bassisten reinzuholen, schlussendlich ist es aber bei dieser Konstellation geblieben.“ Limitation sei etwas sehr Reizvolles und Spannendes. Die Auseinandersetzung hat sich definitiv gelohnt, meint Franziska. Ihre frische und fröhliche Art ist ansteckend. Man merkt, wie sehr sie dieses Projekt belebt.

Inspiration New York

„Ich habe nie mit der Zusage der Musikschule in New York gerechnet. Ich dachte immer, es müsse alles ein Irrtum sein. Da ist doch ein Fehler unterlaufen“, lacht sie. Doch Franziska erhielt sogar ein Stipendium. Während einem Jahr hat sie vor ihrem Master Abschluss die New School for Jazz and Contemporary Music in New York besucht. Dort hat sie auch ihren Drummer Lander aus Belgien kennen gelernt. „Er sagte mir; wenn du mal eine Band gründest, will ich dein Schlagzeuger sein!“ Und so kam es…

Sie habe extrem viel Neues in diesem Jahr gelernt: Mehr auf das Urvertrauen als Musikerin zu hören, egal ob anderen ihre Musik gefällt. „Manchmal war es sehr anstrengend, sich jeden Tag mit so vielen Leuten, Musik und ständigen Inputs zu behaupten. Da muss man schon ziemlich genau wissen, was man will. Man lernt auch, wie man sich besser verkaufen kann und für seine eigene Musik einsteht.“ Zurück in der Schweiz, gründet sie ihr eigenes Ensemble- Mad Girl.

Nun zeigt die Band ihr Können bereits zum zweiten Mal in der Konzertreihe Metronom in der Alpenrose, an der Ecke Fabrikstrasse / Limmatstrasse. Die von ihr komponierten Songs gehen alle vom Gedicht Mad Girl’s Love Song von Sylvia Plath aus. Je ein Vers des Gedichts führten zu einem Song. So entstand ein ganzer Zyklus aus Bildern, Worten und musikalischen Assoziationen. Die tiefgründigen Gedanken und starke Gefühlswelt der Dichterin spiegeln sich in einem Mix aus elektronischer, jazziger und konzeptioneller Improvisation, ergänzt mit gesprochenen Textpassagen.

Wer sich bis anhin noch keinen Konzertabend oder Besuch an der Fabrikstrasse geleistet hat, sollte dies unbedingt heute tun. Der Abend im Restaurant Alpenrose ist der letzte in der Konzertreihe Metronom. Bei einem gemütlichen Abendessen können die Gäste Musikkunst vom Feinsten geniessen. Musik wird schliesslich nicht erklärt sondern gehört. Wer den Abend verpasst hat oder die Songs nochmals hören will, kann sich die EP A Cyclothymia Of Songs auf Band Camp runterladen.

Metronom: Restaurant Alpenrose, Fabrikstrasse 12, ab 18Uhr

https://www.youtube.com/watch?v=gtHEJbcOl-o

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