Im 2019 geht’s ab!

Es gibt viele Möglichkeiten sich über die neusten Entwicklungen in Zürich-West zu erkundigen, eine davon ist die Veranstaltung Zürich-West Diagonal. Der Stadtrat informiert nach einem Jahr über aktuelle Projekte und Planungen im Entwicklungsgebiet.

Ein Jahr nach dem letzten Zürich-West Diagonal geben die Stadträte André Odermatt (SP), Andres Türler (FDP) und Fillippo Leutenegger (FDP) die neusten öffentlichen und private Bauvorhaben für Zürich-West bekannt. Das Wichtigste in Kürze:

Öffentliche Bauvorhaben

Nach dem Nein am 22. September 2014 zu einem neuen städtisch finanzierten Fussballstadion, prüft der Stadtrat nun die Initiative von Privaten und schreibt einen Investorenwettbewerb aus. Basis des Wettbewerbs bilden die bestehenden Projekte für das Stadion und die Wohnsiedlung auf dem Hardturm-Areal.

Im Zentrum Juch werden seit Anfang Januar 2014 Personen betreut, die sich in einem beschleunigten Testverfahren des Bundesamts für Migration (BFM) befinden. Der Testbetrieb dieses Bundesasylzentrum läuft Ende Dezember 2015 aus.

Auf dem heutigen Areal Depot Hard soll ein Neubau mit einem zeitgemässen Tramdepot und rund 184 urbanen Wohnungen erstellt werden. Zudem ist im historischen Gebäudetrakt die Depotanlage instand zu stellen. Dieses Projekt wurde vom Gemeinderat mit 13.2 Millionen Franken bewilligt. Um Projektvorschläge zu erhalten, wurde das Amt für Hochbauten mit der Durchführung eines Architekturwettbewerbs beauftragt. Bauanfang ist voraussichtlich 2017. 2019 sollen die Wohnungen dann bezugsbereit sein.

Mit der realisierbaren Abstellfläche für mindestens 24 Tramzüge von 43 m Länge lassen sich die Bedürfnisse der Verkehrsbetriebe mittelfristig abdecken. Dies schliesst auch den Abstellbedarf für die neue Tramverbindung über die Hardbrücke mit ein. Den VBZ soll mit dem Neubau ein Tramdepot zur Verfügung stehen, das an dem betrieblich idealen Standort beim Escher-Wyss-Platz wichtige bestehende und künftige Tramlinien optimal unterstützt.

Die Stadt will ausserdem bis 2019 die Quartierinfrastruktur auf dem Schütze-Areal im Kreis 5 ausbauen und erneuern. Das geplante Schulhaus Schütze wird die Provisorien auf der Anlage Kornhausbrücke ablösen. Bis zum Bezug des Schulhauses an der Heinrichstrasse steht ein Züri-Modular-Pavillon auf dem Schütze-Areal. Mit dem Projekt «dakota» konnten Jonas Wüest Architekten den Wettbewerb für sich entscheiden. Ein Park, eine Einfachsporthalle, eine Quartierbibliothek und ein neues Quartierhaus für den Kreis 5 werden das Angebot für die Quartierbevölkerung ergänzen. Wenn das Volk voraussichtlich 2016 dem Objektkredit zustimmt, kann Anfang 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden. 2019 sollen die Schule, der gemeinsam organisierte und betriebene Quartiertreffpunkt sowie der Park eröffnet werden.

Beim Neubau des Unterwerks in Oerlikon soll die bisherige Freiluft-Hochspannungsschaltanlage, welche für die Sicherstellung der Reserveversorgung noch bis 2018 bestehen bleiben muss, durch eine weit weniger raumgreifende Innenraumanlage mit den übrigen Anlagen unter Boden ersetzt werden. Diese unterirdische Bauweise des Unterwerks ermöglicht auch eine optimale anderweitige Nutzung des wertvollen Baugrundes: Voraussichtlich kann eine Fläche von rund 5 200 m2 an die Stadt Zürich abgetreten werden. Geplant sind eine Neubau der Bobinenhalle im Gleisdreieck, sowie ein Abbruch der alten Bobinenhalle, eine Aufstockung des Unterwerks mit Bürogeschossen und eine Sanierung des bestehenden Gebäudes. 2016/17 soll in einem politischen Prozess über den Objektkredit bestimmt werden, 2017/19 will man zur Realisierung/Eröffnung schreiten.

Mit einem Ja-Anteil von rund 66 Prozent sagte das Zürcher Volk ganz klar Ja zum Kantonsbeitrag von 76,4 Millionen Franken für die neue Tramlinie über die Hardbrücke. Bis Ende 2017 wird nun das bedeutende Verkehrsprojekt realisiert. Mit der Sanierung der Hardbrücke wird auch der Hardplatz vollkommen neu organisiert werden, welches zu verkehrlichen Auswirkungen während der gesamten Bauzeit führen wird.

Private Bauvorhaben

Auch das Pionierprojekt "Kulturpark - Forum Z" nimmt langsam Gestalt an. An zentraler Lage zwischen Hardbrücke, Schiffbau, Pfingstweidstrasse und Accor-Hotels entsteht auf Initiative der Hamasil Stiftung und in Kooperation mit der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und der W. Schmid + Co AG ein Zentrum für soziale und ökologische Nachhaltigkeit mit überregionaler Ausstrahlung. Es sollen über 500 Wohnungen und Kulturveranstaltungsräume gebaut werden. Der Bau sollte voraussichtlich im Sommer 2015 abgeschlossen werden.

Im Mai 2013 startete das Tochterunternehmen der Coop-Gruppe „Swissmill“ mit den Bauarbeiten eines neuen Getreidesilos. Die Aufstockung des heute 40 Meter hohen Kornhauses auf 118 Meter bedingte umfangreiche Vorarbeiten. Aufgrund der geologischen Voraussetzungen und der Lage am Limmatufer müssen eine Vielzahl von Pfählen bis auf den Fels gesetzt werden. Es wird mit einer Inbetriebnahme im Winter 2015/2016 gerechnet.

  • Vesna Tomse 31.1.2015 20.23 Uhr

    Bald wird auch der Verein Kulturweid aktiv! Im nördlichen Pfingsweidpark, wo in zwei Jahren eine Schule stehen wird, realisiert der Verein eine Zwischennutzung mit unterschiedlichen Projekten und Events aus der Nachbarschaft und ganz Zürich. Nun seid ihr gefragt: Wer schon immer ein Kunstprojekt realisieren oder ein Hochbeet bepflanzen wollte, eine Auftrittsmöglichkeit oder einen Sportplatz gesucht hat: Der Verein Kulturweid bietet Platz für ganz unterschiedliche Projekte.
    Meldet euch doch bei uns, falls ihr Raum für eure Ideen braucht: kulturweid@gmail.com

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