Hey Leute, wie schmatz ist das denn?!?

Hat die Welt in ZüriWest wirklich darauf gewartet, dass ihr eine Hundedame aus der Ferne erklärt, wie man sich und das Leben nicht allzu tierisch ernst nehmen sollte?

Wie so viele von Euch neujahrskartenmässig schon erfahren haben, verbrachte ich die Tage des absoluten Horrors, die die Zweibeiner "Neujahr" nennen und in der alle einen totalen Knall zu haben scheinen, panikfrei in ZüriWest-West-West.

Und weil es sich scheints einfach nicht lohnt, nur für so kurze Zeit 1400 Kilometer in die Bretagne zu düsen, werden daraus jeweils halt ganze zwei ganze Monate in der "saison calme".

Das ist bretonisch und heisst das, was es immer so heisst...

Apropos calme – hier knallts ab und zu auch mal, weil grad die Jagd auf die Füchse stattfindet, die sich hier allzu ungestört und übereifrig zu vermehren scheinen... Nein, ich hab da absolut keine Angst, mich hier frei zu bewegen, mich mit einem "Renard" zu verwechseln, grenzte ja an Majestätsbeleidigung, und im Übrigen benötigen die "chasseurs" immer ein paar Artgenossen von mir, um die Füchse aufzustöbern, und die Bellerei hört man ja schon kilometerweit im Voraus...

Übrigens: Wie überall auf der Welt grassieren um diese Jahreszeit auch in der Bretagne noch ungebrochen die guten Vorsätze, und ich habe beschlossen, gemeinsam mit meinen Bodyguards etwas abzunehmen.

Den "Hundeflüsterer"habe ich eine reine Frucht-Diät verordnet, und sie bestehen darauf, dass da alle Arten von Früchten dazu zählen und machen jetzt die bretonische Meeresfrüchte-Diät, die hier in unzähligen Etablissements angeboten wird, die sie mir als "Fitness-Studios" unterzujubeln versuchen – ich bin mir nicht ganz sicher, dass das so auch ganz korrekt ist, aber na ja, wenns schlank macht... Ein Favorit meiner Zweibeiner ist das "Café Pesked" in "Roche Jaune", eine kleine pittoreske Hafenkneipe einfachster Art, zu der wir neulich – ich liess mich tragen! – wegen der "grande marée" durch 40 cm tiefes Wasser waten oder über einen Vorsprung an der Hauswand klettern mussten, aber wie sagt doch der Volksmund so treffend: "In Frankreich sind selbst die simpelsten Genüsse göttlich!" und hier in der Bretagne auch noch so frisch, dass man überrascht feststellt, was "fast food" auch noch bedeuten könnte ...

Seht her, wie eine karge Mahlzeit der Früchte-Diät hierzulande aussieht, vom "cidre breton", den edlen Tropfen aus dem nicht so schrecklich weit entfernten Bordeaux und den Dutzenden von selbst aromatisierten "rhums" nach der "crème brulée" ganz zu schweigen:

Huìtres chaudes à la sauce champagne
Moules du jour au curry avec pommes frites
Homard à la sauce verte avec riz tricolor (après toast au chèvre chaud sur salade verte)

Und ich, LadyBanana, habe mir vorgenommen, von der Carnivorin mindestens zeitweise zur Vegetarierin zu mutieren – die sind doch alle so gertenschlank, oder? Ich halte mich auch an "Meeresfrüchte" und mache eine geile Algen-Diät: Ich lasse mir vom Atlantik jeden Tag frische "laminaire" servieren – die starke Strömung reisst sie aus und die Wellen spülen sie an den Strand: Das wäre dann "Fast food at its best" – faster gahts eifach nöd! Und frischer schon grad gar nöd! Und wie schmatz das ist kann nur verstehen, wer davon schon mal genascht hat – Vorsicht: Suchtgefahr!!! Allerdings gibt es ein kleines Problem für alle, die ihre Mahlzeiten ganz direkt und ohne technische Hilfsmittel angehen: Sand im Mund ist absolut pfui, wäh, bäh, und es ist nicht so ganz ohne, die "laminaire" ganz ohne Sand im Mund geniessen zu können! Ich habe dazu eine eigene Methode entwickelt, die ich hier zum ersten Mal exklusiv einer breiteren Öffentlichkeit preisgebe: Zum Glück gibt es im Watt ja diesen Seetang, der bei Flut fröhlich im Wasser vor sich hin "flattert" und bei Ebbe zusammenfällt und im Sand so herrliche feuchte Kissen formt.

Ich schnapp mir eine "laminaire" (die ist etwa so gross wie eine Rhabarber, unten Wurzel, dann ein langer, allerdings runder Stamm und oben riesige Blätter wie von einer Minipalme), schleppe sie zum nächsten Seetangkissen, beisse mir das knackigste Stück raus, stelle es zwischen meinen Pfoten hoch und: Vive la délicatesse!

Un: tenir!
Deux: ouvrir!!
Trois: jouir!!!
Ganz einfach, gell? Bloss, wieviel ich davon wirklich abnehme, wie sagen sie hier doch, ah ja: On verra!
Bon appétit und wow und ciao
Ihre/Eure Lady Banana

  • Madeleine Kiener 30.1.2014 17.45 Uhr

    Oui ma chère Banana: tenir - ouvrir - jouir... mache ich auch, aber mit Schokolade (mangels bretonischem laminaire in Meilen. Vielleicht hat es sowas im Ziri-See?). Und ich nehme einfach nicht ab dabei, ça m'énerve!

  • giancarlo luna 30.1.2014 17.56 Uhr

    Io penso che la dieta frutale e molto brutale..mache perche la banana non e una rana la cosa rimane sana....io auguro agli body gard una bella vacanza tutti in una stanza senza mal di panza.
    Pero al Orso e la Luna ci manca molto...la banana ma sopra di tutto il unico von la sua dolce signora a tutta ora..speriamo fra poco di rivederci...per fare il martedi al tre fratelli...un forte abraccio dal orso e la luna che vi porta tanta fortuna....allora bella serata a la banana e agli altri due frutti.....ciao ciao ciao....la luna...e il orso....ole....alles capito... ???????

  • Andi Wullschleger 06.2.2014 06.46 Uhr

    Bon App! Mmmh, cidre .. Und natürlich: mmmh Seetang!

  • Franz Lölipop 08.2.2014 14.00 Uhr

    Sehr geschätzte Lady B.
    Wann erscheint denn endlich Ihr neuestes Werk "Vom Totalen Knall zur Saison Calme"?
    Seit 31.12.2013 klappere ich sämtliche Buchläden in und um Zürich-Knall ab, doch stets ohne Erfolg.
    Also, machen Sie sich auf die Knochen!
    Ihr Franz X. Von Müller

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