Duftpflanzen im Garten

Mit den ersten Sonnenstrahlen erwachen nicht nur die Pflanzen wieder zum Leben, sondern auch die Gerüche in der Umwelt. Da jeder Mensch den Frühling mit besonderen Erinnerungen und Gerüchen verbindet, sind gerade Duftpflanzen für den Garten nicht nur schön anzusehen, sondern haben auch das Potenzial, uns in längst vergangene Zeiten zurückversetzen.

Duftpflanzen gelten als das Parfüm der Natur. Ihre Blüten und Blätter enthalten in der Regel ätherische Öle in hoher Konzentration, die für den einzigartigen Geruch sorgen. Jede Pflanze setzt diese flüchtigen, ölartigen Substanzen unterschiedlich ab - etwa abhängig von der Tageszeit oder zum Zweck der Fortpflanzung. Mit ihren ätherischen Ölen schützen sich Pflanzen ausserdem vor Schädlingsbefall oder Fressfeinden. Limabohnen werden beispielsweise nicht von Spinnmilben befallen, da die Pflanze einen Duft verströmt, der die natürlichen Feinde von Spinnmilben anlockt. Auch Insekten, die die Pflanzen für die Bestäubung benötigen, können durch die ätherischen Düfte angelockt werden.

Blühende Duftpflanzen

Duftpflanzen werden in zwei Kategorien unterteilt, je nachdem, ob sie blühen oder duftende Blätter haben. Gärtner, die Wert auf einen farbenfrohen Garten legen, bevorzugen deshalb meist Duftpflanzen aus der ersten Kategorie. Da die Pflanzen zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen und ihren Duft verströmen, sollte man bei der Zusammenstellung der Pflanzen darauf achten, dass die Duftintensität auf das Jahr verteilt ist. Eine beliebte Duftpflanze ist die Vanilleblume, die auch in der Parfümindustrie Verwendung findet, laut easycosmetic.de beispielsweise in der Basisnote von "Giorgio Armani Code Femme". Ihr Duft ist intensiv-süss, jedoch nicht penetrant oder aufdringlich, weshalb man die Vanilleblume gut in Nähe von Sitzplätzen pflanzen kann. Der unverwechselbare Duft der Rose, der auch in Kosmetika enthalten ist, kommt von der Rosa damascena. Da ihr Duft sehr schwer ist, sollte die Rose allerdings nicht zu nah an Pflanzen mit orientalisch anmutenden Gerüchen platziert werden.

Pflanzen mit duftenden Blättern

In diese Kategorie fallen viele Kräuterpflanzen, deren Duft man nur wahrnimmt, wenn man nah an sie herantritt oder aber die Blätter in den Fingern reibt. Die ätherischen Öle befinden sich hier nicht in den Blüten, sondern in winzigen Behältern in den Blättern. Kräuter wie Salbei, Minze oder Basilikum können jedoch nicht nur in der Küche verwendet werden, sie halten auch Schädlinge von anderen Pflanzen fern. Ameisen etwa meiden den Geruch von Minze, und Blattläuse sind nur selten dort anzutreffen, wo Lavendel oder Thymian wachsen. So hat man einen prächtigen, blühenden und duftenden Garten ohne Schädlinge, ganz ohne den Einsatz von Chemie.

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