Die 10 wichtigsten Tipps für Jungunternehmer

Im Jahr 2011 ging die Plattform STAFF FINDER online. Heute, nur vier Jahre später, zählt das Unternehmen 60‘000 registrierte Arbeitnehmer und über 4’000 Unternehmenskunden. STAFF FINDER ist auf dem Weg, eine Branche zu revolutionieren, hat den Begriff des Just-in-Time Personalmanagements geprägt und plant jetzt die Expansion ins Ausland. Viktor Calabrò wurde schon häufig gefragt, wie er diesen Weg bis hierhin mit seinem Team gemeistert hat. Seine zehn persönlich wichtigsten Learnings und Praxistipps für angehende Entrepreneure hat er hier zusammengestellt.

1. Am Anfang steht die Idee – Das ist aber nicht das Ende

Eine Idee ist bestimmt besser als keine Idee. Aber an Ideen alleine verdient man kein Geld. Wer sich auf seiner Idee ausruht, sie von allen Seiten beleuchtet und die Umsetzung immer auf morgen verschiebt, wird irgendwann überholt. Es braucht eine klare Vision, Mut und 100 Prozent Commitment. Ein Unternehmen zu gründen ist kein 50m Sprint, sondern ein Marathon mit Hürden.

2. «Nein» ist eine Aufforderung, es besser zu machen!

Eine ablehnende Haltung ist häufig die erste Reaktion auf Neues, Unbekanntes oder Revolutionäres. Daher sollte man sich von einem Nein auf keinen Fall abschrecken lassen. Im Gegenteil: Sie sollten so viel Feedback einholen wie nur irgendwie möglich. Die Idee sollte schliesslich laufend überdenkt und an die Bedürfnisse der potenziellen Kunden angepasst werden.

3. Als David kannst du Goliath schlagen

Nur weil man am Anfang steht, heisst das nicht, dass man nicht genauso selbstbewusst in ein Meeting gehen sollte, wie bereits bestehende Konkurrenz. Machen Sie sich klar, was Ihre Stärken sind und welchen Mehrwert Sie gegenüber der Konkurrenz liefern können. Wenn man selbst kein Vertrauen in sich hat, wie soll dann der Kunde an einen glauben?

4. Gestalte die Verpackung mit Bedacht

Eine Idee kann noch so gut sein. Wenn sie aber am Markt nicht verstanden oder wahrgenommen wird, ist sie nutzlos. Verpacken Sie Ihre Idee so, dass sie in 3-4 Sätzen einfach und verständlich erklärt werden kann.

5. Freunde sind Freunde – Business ist Business

Startups entstehen häufig aus Ideen, die man mit dem Freundeskreis bespricht, weiterentwickelt und letztendlich umsetzt. Es macht Spass mit Freunden zu arbeiten, es birgt aber auch Gefahren. Als Entrepreneur sollte man immer im Interesse des Unternehmens handeln und sich daher auch eingestehen, dass ein Freund, der sich gerne anschliessen würde, möglicherweise eine Fehlbesetzung ist. Strebt man die erfolgreiche Umsetzung seiner Vision an, sollte man daher Freundschaft und Business möglichst früh trennen.

6. Beherrsche verschiedene Disziplinen

Ein Friseur, der sich selbständig macht, hat diesen Weg gewählt, weil er gerne Haare schneiden möchte. Er wird jedoch schnell merken, dass das Haarschneiden nur ein kleiner Teil seiner täglichen Aufgaben ist. Von der Buchführung, über Lieferantenabrechnungen oder die Bekanntheitsförderung – mit all diesen Gebieten muss er sich auseinandersetzen, um erfolgreich zu sein. Ein Entrepreneur muss also sehr viele Disziplinen beherrschen. Machen Sie sich früh genug bewusst, welche Aufgaben die Umsetzung mit sich bringt und ob man diese allein bewältigen kann.

7. Sprich so früh wie möglich mit Kunden

«The key to success is to start before you’re ready». Viele Entrepreneure haben das Gefühl, dass sie erst dann mit der Vermarktung beginnen sollten, wenn zumindest die Website fertiggestellt wurde, das erste Company Booklet im Druck ist oder die kurzfristige Finanzierung abgesichert ist. Machen Sie sich bewusst: Diesen Moment wird es, besonders in der Startphase, so gut wie nie geben. Kaum ist eine Baustelle aufgeräumt, ergeben sich mindestens zwei neue. Haben Sie keine Angst vor ersten Gesprächen, auch nicht davor, zunächst nur die Skizze Ihrer Idee zu kommunizieren. Jedes Feedback ist wertvoll und man weiss nie, welche neuen Optionen sich aus einem Gespräch ergeben. Ausserdem üben Sie so den souveränen Auftritt beim Kunden.

8. Bevor dir jemand Geld gibt, musst du beweisen, dass du es wert bist

Selten kann allein die Idee so überzeugen, dass sofort der Geldhahn aufgedreht wird. Daher ist es wichtig, dass Sie sich die ersten Monate oder auch Jahre selbst finanzieren können und möglichst schnell Ergebnisse liefern. Denn häufig sind für Investoren nur greifbare Erfolge ein Grund, sich die Businessidee genauer anzuschauen – gerade in der Schweiz, wo die Risikobereitschaft der Investoren nur mässig ist.

9. Stillstand ist Rückschritt – Lehne dich niemals zurück

Wer nach den ersten Erfolgen denkt, dass er sich nun zurücklehnen kann, hat sich geirrt. Das Business muss ständig überprüft, angepasst und neu ausgerichtet werden, damit es auf dem Markt kompetitiv bleibt. Ist das Unternehmen erfolgreich, wird es früher oder später die ersten Nachahmer geben. Diese kann man nur durch ständigen Fortschritt in Schach halten. Unternehmer sein, bedeutet sich kontinuierlich zu verbessern!

Der aus meiner Sicht mit Abstand wichtigste Erfolgsfaktor kommt zum Schluss. Um mit seiner Businessidee durchzustarten, braucht es vor allem eines: Durchhaltevermögen! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer eigenen Vision. Glauben Sie an sich!

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