Country im Quartier

Der Sommer 2015 war auch zwischen Viadukt und Technopark ziemlich heiß – zu heiß für viele. Und genau die dürfen sich jetzt neben erträglichen Temperaturen auch über die Rückkehr der geliebten Herbst-Classics freuen. Und da dominieren beim Flanieren auf der Turbinenstraße einmal mehr die Erdtöne.

Mode ändert sich ja jedes Jahr ein bisschen. Aber manchmal beschleicht einen ein wenig das Gefühl, dass der Herbst da die große Ausnahme macht: Braun, Pastellfarben, dunkle Blautöne oder ein tiefes Weinrot gehen im Herbst ja eigentlich immer und das seit Jahren. Auch die Materialien sind bei ehrlicher Betrachtungsweise sehr viel langlebiger als etwa die der Frühjahrsmode: Strick, Cord und Softcotton sind seit Jahren zeitlos. Das bedeutet für die Ladies, dass nicht jeden Herbst der Schrank ausgemistet werden muss. Gut fürs Konto, gut für den Partner, der nicht mit auf Shoppingtour gezerrt wird, aber nicht unbedingt gut fürs Ego. Denn, Hand aufs Herz: Was Neues geht ja eigentlich auch immer. Aber was trägt Frau denn in diesem Herbst?

Country Style will survive

Nach Meinung der Mode-Experten von Cecil geht der diesjährige Trend in Richtung Modern Country. Das bedeutet: Es darf auch wieder guten Gewissens eine Karobluse getragen werden. Ebenfalls dazu (und ebenfalls ein langjähriger Herbstrenner): Der Poncho. Wegen dem Country-Theme aber auch gern mit Jaquard- und ähnlichen Mustern verziert. Großer Trend: Fransen. Ob am Schal, der Strickweste oder dem Poncho selbst, im Kreis 5 geht 2015 nichts ohne Anhängsel. Aber im gleichen Farbton wie der Rest des Kleidungsstücks. Generell überwiegt beim Modern Country diesen Herbst Blau in dunkleren Varianten. Große Prints in lauten Farben auf Oberteilen sind dagegen fast komplett verschwunden. Diese wurden abgelöst durch nicht weniger große, dafür aber in den Farben dezenter gehaltene Aufdrucke.

Hippie-Revival

Obwohl der Herbst ja generell eher eine Zeit der Uni-Farben ist, zeigten die Modenschauen aber schon eines: Die 60er sind vor allem was Muster anbelangt wieder da. Hier gehören vor allem fließende, wellenförmige Muster mit ins Outfit. Gern auch in Kombination mit Ankle-Boots.

Berry-Colours überall

Wer sich nicht mit Blau anfreunden kann, der muss nicht besorgt sein, in der TZM schief angesehen zu werden. Denn Berry-Colours sind ein weiterer Trend in diesem Herbst. Dabei sind nahezu alle Farbtöne erlaubt, die das Spektrum der Beeren hergibt. Longsleeves in Rosé gehen also ebenso wie auberginefarbene Mäntel. Als Kombination bietet sich hier naturwollfarbenes Gestricktes geradezu an. Übrigens: Auch in diesem Jahr müssen die Sommerkleider nicht unbedingt auf dem Estrich verschwinden, wenn geschickt kombiniert wird.

Sandig

Ebenfalls gut durch den Herbst geht es in diesem Jahr mit Sandfarbenem. Ob Als Pullover oder Rock spielt dabei keine Rolle. Wichtig auch: Es dürfen auch All-Over-Looks in dieser Farbe getragen werden. Tipp: In Kombination mit einer Jeans im Destroyed-Look eignet sich der edle Büro-Pulli auch für die abendliche Tour durchs Quartier.

Matschig

Analog zur Sandfarbe feiern auch die undefinierbaren Farben zwischen Braun und Grün ihr Revival in diesem Herbst. Dabei lassen sich entweder mehrere Nuancen der Schlammfarben zu einem Gesamtoutfit kombinieren oder nur ein Pullover samt klassischer Jeans die Blicke auf sich ziehen.

Düster

Auffällig auf den Modenschauen für die Herbstkollektionen 2015 war vor allem der sehr hohe Schwarz-Anteil. Zwar ist die „Unfarbe“ gerne genommener Begleiter der meisten Modeschöpfer aber in diesem Jahr geht Kleidung in diesen Farben besonders gut. Wie beim Schlamm darf auch hier ruhig das gesamte Outfit aus dieser Farbe bestehen. Achtung: In diesem Fall wirkt auch ein ansonsten frischer Teint sehr blass. Daher mit entsprechendem Makeup gegensteuern. Laut einem Beitrag auf 20min.ch ist die Farbe Schwarz sogar im Foodbereich im Kommen.

Jacken

Freilich wird es nächtens schon ein wenig kühler. Daher sollte beim abendlichen Ausgang in Zürich-West eine Jacke unbedingt dabei sein. Die darf in diesem Jahr auch ein wenig rockiger sein: Denn Bikerjacken in Lederoptik sind wieder in Mode. Gerne auch in den zuvor genannten Farben anstatt klassischem Schwarz oder Braun. Dazu gilt auch immer noch die Steppweste als probater Begleiter. Der hochglänzende Wetlook sollte allerdings nur noch sparsam eingesetzt werden.

Strick forever

Einmal mehr erweist sich Gestricktes auch 2015 als treuer Begleiter durch den Herbst. Ob fein oder grob bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Relativ neu ist der Stonewash-Look, der Serafinos und Longsleeves optisch in die Nähe der Jeans rückt. Bei Strick-Cardigans geht das Revers jetzt verstärkt über die gesamte Höhe der Jacke. Die beste Figur macht Frau, wenn sie einen Cardigan in Natur- oder schwarzer Wolle mit einem bunten Oberteil kombiniert. Bereitgehalten werden sollten auch unbedingt wieder die Känguruh-Sweater. Kapuze über den Kopf und Hände in die Bauchtasche machen auch den frösteligsten Herbstwind vor dem Puls 5 erträglich.

Accessoires

Die Handtasche schrumpft in diesem Jahr ein wenig. Vor allem Mini- und Gürteltaschen waren der Renner auf den Modenschauen. Zusammen mit dem bereits erwähnten Sixties-Revival kommen auch Woll- und Filzhüte zurück. Wem das nicht liegt, der kann aber auch nach wie vor die XXL-Strickmütze mit dem Oversize-Schal kombinierten. Letzterer übrigens auch gerne im Karo-Muster.

Bildquelle: Vika04 (CCO-Lizenz) pixabay.com

Karte wird geladen ...

Logo Westnetz