Bratwurst, Funk und Austern

Der leichte Nieselregen konnte echte Zürcherinnen und Zürcher aus Kanton und Stadt nicht davon abhalten, das gen Himmel wachsende Quartier Zürich-West einmal ausgiebig zu erleben, zu erfahren und zu erforschen.
Tausende haben die Gelegenheit genutzt und sie alle haben viel erlebt, haben mit Cobra-Trams die neue Strecke erfahren und mit Foxtrail oder auf eigene Faust das pulsierende Leben im Westen Zürichs erforscht.

Schon um 10 Uhr morgens trafen vereinzelt die ersten Gäste ein, schnappten sich die ersten Tramfahrten oder setzten sich ins geheizte, 100jährige Tramdepot am Escher-Wyss-Platz für ein erstes Käfeli oder liessen sich von den freundlichen, "blau-getihschörteten" VBZ-Mannen und Frauen die neue Verkehrsführung und die Vorteile des neuen Fahrplans ab 11. Dezember erklären.

Und während unter der fertig sanierten Hardbrücke der Duft von grillierten Bratwürsten aufstieg, verlustierten sich die ersten Gäste schon bei Austern und Cüpli. Stände aller Art säumten die Hardstrasse unter der Brücke - neben einem Swiss Dental Center, das sinnigerweise zuckersüssen Glühwein ausschenkte, und den begehrten VBZ-Devotionalien für die echten "Pufferküsser" gab es auch Kabelfernsehen und Gesundheitstränklein zu kaufen. Sogar die reformierte Kirche war mit einem Stand vertreten.

Unterdessen gaben im Depot Musikgruppe um Musikgruppe ihr Bestes - unterbrochen nur vom Zürich-West-Film und vom witzigen Werbespot der VBZ. So kamen Blasmusikliebhaber mit dem Musikverein Harmonie Altstetten auf ihre Rechnung, Freunde des klassischen Jazz wurden von "Rebecca und den Sophistocats" unterhalten, für die Kleinen gabs als grosse Überraschung "Sterneföifi" bis am späteren Nachmittag die "Groove this" mit ihrem unverkennbaren Sound die Stimmung so richtig einheizten.Sie überzeugten mit feinstem Sound der Sparten Funk, Soul, Rock und Latin. Zwar lebten nur ein paar wenige Damen ihre Tanzlust voll aus, aber ein grosser Teil der Gäste wippte wenigstens dezent mit ihren Füssen unter den langen Festbänken.

Fulminanter Schluss des Festes bildete die "Zerstückelung" des 72 Quadratmeter grossen Monumentalbildes, das von einer Künstlergruppe eigens für diesen Anlass geschaffen wurde. Es bestand aus 144 einzelnen Brettern, die bei den diversen Bauprojekten in Zürich-West verwendet wurden. Mit Hilfe von Elektroschraubern lösten fleissige Handwerker das Monumentalbild in kürzester Zeit in seine 100 x 50 cm grossen Einzelteile auf. Sie wurden den bereits im Vorfeld online ausgelosten Gewinnerinnen und Gewinnern überreicht.

Da war es draussen schon dunkel - und die VBZ brachte alle Gäste wohlbehalten nach Hause.

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Eine ausführlicher Beschrieb des Anlasses mit vielen technischen Details über die Trams, sowie einen längeren Film über die Eröffnung kann man bei Bahnonline anschauen.

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