Alternatives Wohnen im Alter

Ins Alterszentrum umziehen ist ein wichtiger und schwieriger Schritt. Für viele macht er das Leben einfacher. Das Alterszentrum Limmat hat seine Wurzeln mitten im belebten Kreis 5 und verspricht eine gute Lebensqualität auch im hohen Alter.

Zürich soll ja bekanntlich die teuerste Stadt mit der höchsten Lebensqualität sein. Wer hohe Lebensqualität sagt, sagt auch hohe Lebenserwartung. Der Anteil der betagten und hoch betagten Personen in Zürich nimmt stetig zu. Laut dem Bundesamt für Statistik wird bis im Jahr 2020 jede fünfte Person in der Schweiz über 65 Jahre alt sein, bis im Jahr 2030 sogar jede vierte. Das würde heissen, knapp 700‘000 Personen werden dann 80-jährig oder älter sein. Wie sollen diese Menschen ihren letzten Lebensabschnitt verbringen, alleine oder eingebunden in ein soziales Netz? Das sind zentrale Fragen, welche die Politik und Gesellschaft heute vor ganz neuen Herausforderungen stellt.

Geänderte Erwartungen

Heute dauert der Lebensabschnitt nach der Berufs- und Familienphase bis zum Zeitpunkt erhöhter Fragilität, wo vermehrt mit körperlichen und mentalen Beeinträchtigungen zu rechnen ist, länger. "Viele Betagte wollen ihre Unabhängigkeit in der eigenen Wohnung möglichst lange behalten. Die Gestaltung der Wohnung gewinnt dadurch an Bedeutung, wie auch der Wohnstandort, die Wohnkosten und die Wohnsicherheit." meint Verena Steiner vom Bundesamt für Wohnungswesen. Das Angebot an Wohnkonzepten, Betreuungs- und Dienstleistungsangeboten ist gross. Mittlerweile existieren inner- und ausserhalb der Stadt 25 Alterszentren für ältere Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Im Innenhof befindet sich eine kleine Oase, wo sich entspannte Stunden verbringen lassen. Bild Stadt Zürich Alterszentrum Limmat

Mitten in Kreis 5

Man kann es eigentlich nicht übersehen, denn es steht orange leuchtend bei der Quellenstrasse und seine architektonisch interessante Fassade mit den vielen kleinen Fenster fällt schon von weitem ins Auge. Mitten im Kreis 5, integriert in eine Siedlung mit Alters- und Familienwohnungen, findet man das Alterszentrum Limmat. Das Kreisbüro und die Apotheke sind gleich um die Ecke und auch die Migros am Limmatplatz ist nur eine Tramstation entfernt.

Gleich am Eingang befindet sich das "Bistro Limmat", in dem sich die Zentrumsbewohnende untereinander oder mit Gästen aus dem Quartier treffen können. Wäre da nicht der grosse Speisesaal im Parterre, könnte man glatt meinen, man befände sich in einem ordinärem Wohnhaus. Neben den privaten Briefkasten stehen Vitrinen in denen Basteleien ausgestellt werden, welche die Bewohnende aus verschiedenen Aktivitäten hervorgebracht haben.

Die BewohnerInnen gestalten ihren Tag nach ihren individuellen Bedürfnissen. Bild Stadt Zürich Alterszentrum Limmat

Wohnen mit Qualität

Es ist gibt Einzimmer- und Zweizimmer-Appartements für Paare oder Lebensgemeinschaften. Die meisten verfügen über einen windgeschützten Balkon und diejenigen im 5. und 6. Stock zusätzlich über eine private Kochnische. Im 1. bis 4. Stock bietet sich die Möglichkeit in überwachten Etagenküchen, welche mit privaten Vorrats- und Kühlfächer ausgerüstet sind, sich eine kleine Mahlzeit oder einen Tee zuzubereiten. In der Regel werden die täglichen Malzeiten jedoch gemeinsam im Speisesaal eingenommen.

Karin Zaugg, Zentrumsleiterin

Die Appartements können möbliert oder unmöbliert gemietet werden. Sie sind alle mit einer eigenen Dusche und einem WC versehen. Privatschränke ausserhalb des Appartements schaffen zusätzlichen Stauraum. Ausserdem stehen den Bewohnerinnen und Bewohner eine Bibliothek, mehrere Aufenthaltsräume wie das "Limmatstübli", ein Atelier mit Blick auf dem Üetliberg, eine Coiffeuse, ein Podologue, sowie ein betreuter Bewegungsraum zur Verfügung. "Zu uns kommen regelmässig Leute aus dem Quartier und nehmen an unseren Aktivitäten teil. Damit wirken wir direkt auf das Quartiergeschehen ein.", sagt Karin Zaugg, Leiterin des Alterzentrums. Die Bewohnenden behalten einen Bezug zum Quartier, langweilig werde nur denen, die sich nicht einbringen. Solche gibt es natürlich auch, die lieber ihre Ruhe haben wollen. Zur Aktivität gezwungen werde niemand. Alle sollen machen dürfen, was sie können und wollen. So sieht es auch mit dem putzen und waschen aus. Das Alterszentrum verfügt natürlich über Wasch- und Bügeleinrichtungen, sowie einem Putzteam, wer aber selber aufräumen oder waschen will, kann das machen.

Selbstbestimmung und Sicherheit

Wie für Alterszentren üblich, stehen für pflegebedürftige Bewohnende ausgebildete Mitarbeitende zur Verfügung. In allen Appartements ist ein Notruf installiert, der rund um die Uhr für Sicherheit sorgt. Die pflegerischen Leistungen sind nicht im Pensionspreis inbegriffen und werden deshalb mit einem anerkannten Leistungserfassungssystem separat erhoben. Ärztlich verordnete Pflegekosten werden auf die Krankenkassen, die Bewohnenden und die öffentlich Hand verteilt. Der Leistungsumfang eines Bewohnenden hängt von der beim Einzug ins Zentrum vertraglich vereinbarten Komfortkategorie ab. Das Alterszentrum Limmat bietet insgesamt drei Komfortkategorien an (Standardkomfort, mittlerer Komfort und guter Komfort).

Von Zeit zu Zeit finden Versammlungen der Bewohnerinnen und Bewohner statt. Dort können dann Probleme oder Wünsche mit dem BewohnerInnenrat besprochen werden. Dieser vertritt die Interessen der Bewohnenden und versucht die Anliege und Anträge innert nützlicher Frist zu behandeln. Wird in einer Angelegenheit keine Einigung gefunden, entscheidet die Direktorin Alterszentren der Stadt Zürich.

Das Alterszentrum bietet viele Aktivitäten. Bild Stadt Zürich Alterszentrum Limmat

Würde als Qualitätsstandart

Sei es beim Essen, bei der Freizeitgestaltung, bei Anlässen oder sogar der Sicherheit, das Team um Zaugg verfolgt eine Politik des Mitwirken und Mitreden. Das Recht auf Selbstbestimmung wird im grösstmöglichen Masse geachtet. Ausserdem wird auf die Würde aller im Alterszentrum Lebenden geachtet. Unabhängig von ihrer Lebensgeschichte, ihren Fähigkeiten, religiösen Angehörigkeiten, ihrer Hautfarbe oder ihrem Besitz, allen Bewohnenden im Zentrum ist die Achtung ihrer Würde gesichert.

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