3 Tipps

Brillenträger bibbern im Winter nicht nur wie alle anderen Menschen, sie müssen sich auch noch mit beschlagenen Brillengläsern und beeinträchtigter Sicht durch starken Lichtreflexionen herumplagen. Mit den folgenden Tipps gehören diese Probleme der Vergangenheit an.

1. Gläser mit Nanobeschichtung wählen

Jeder Brillenträger kennt das: Kommt man aus der Kälte und betritt einen beheizten Raum, beschlagen die Brillengläser sofort. Das liegt daran, dass sich die Gläser schnell an die kalte Aussentemperatur angleichen. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Trifft die warme feuchte Luft des Raumes auf die kalten Gläser, kondensiert Wasserdampf, weil die Luft um das Glas herum schnell runterkühlt und keine Feuchtigkeit aus der warmen Raumluft mehr aufnehmen kann. Ganz im Gegensatz: Sie muss Feuchtigkeit abgeben. In der Meteorologie spricht man vom Taupunkt. Man könnte also sagen, um die Gläser herum wird der Taupunkt erreicht, sodass das Wasser kondensiert und sich kleine Wassertröpfchen auf das Brillenglas setzen. Um das zu verhindern, kann man sich Gläser mit Anti-Beschlag- oder Anti-Fog-Beschichtung einsetzen lassen. Dank moderner Nanotechnologie können feine Silizium-Nanopartikel in einen Polymerfilm integriert und auf die Oberfläche der Gläser gelegt werden. Der Wasserdampf perlt ab beziehungsweise verläuft als klarer Film, sodass man hindurch sehen kann. Die Technologie kommt vor allem bei Sportbrillen zum Einsatz, zum Beispiel bei Schwimmbrillen, ist aber auch im Alltag eine hervorragende Hilfe. Beim Onlineoptiker Edel-Optics kann man solche Gläser direkt mitbestellen. Wer nicht in teure Gläser investieren möchte, kann sich auch ein Anti-Beschlag-Spray kaufen, das in regelmässigen Abständen auf die Gläser gesprüht werden muss.

2. Polarisierende Gläser

Nasse Strassen oder Schneeflächen reflektieren im Winter Licht besonders stark. Die Folge: Kontraste verschwimmen, die Sicht ist schlecht, die Augen ermüden schnell. Abhilfe schaffen polarisierende Gläser. Sie filtern Spiegelungen des Lichtes und sorgen dafür, dass einerseits die Augen vor extremer Helligkeit und rascher Ermüdung geschützt werden, andererseits kann man in der Dämmerung und nachts deutlich besser sehen.

3. Brille richtig reinigen

Die Brille richtig zu reinigen, ist obligatorisch und gerade im Winter sehr wichtig. Schmutzige Gläser bieten eine schlechtere Sicht, was wiederum die eigene Sicherheit gefährdet. Im Winter ist es allzu verlockend, die Gläser fix mit dem Ärmel des Sweaters abzuwischen. Darauf sollte man jedoch verzichten, denn Kleidung oder weichgespülte Tücher reinigen das Glas nur unzureichend. Es entstehen Schlieren, die die Sicht behindern und das Auge beim Sehen mehr anstrengen. Zudem können Schmutzpartikel in den Stoffen Kratzer auf dem Glas hervorrufen. Am besten reinigt man die Brille mit einem Reinigungsspray für Brillen und einem trockenen Mikrofasertuch, damit auch die Schutzschicht auf dem Glas erhalten bleibt. Besonders bei entspiegelten Modellen ist es wichtig, dass die Beschichtung intakt bleibt. Lauwarmes Wasser ist ebenfalls sehr gut. Aber Vorsicht: Die Brille sollte nicht zu kalt sein, wenn sie unter das warme Wasser gehalten wird. Extreme Temperaturunterschiede können zu Schäden führen

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