"FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY" VON TRUMAN CAPOTE (REGIE CHRISTOPHER RÜPING)

"FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY" VON TRUMAN CAPOTE (REGIE CHRISTOPHER RÜPING)

ab 31. Januar im Schiffbau/Box

Ein junger Autor, der in New York voller Hoffnung auf eine schriftstellerische Karriere seine erste eigene Wohnung bezieht, wird der neue Nachbar einer gewissen Holly Golightly. Truman Capotes Ich-Erzähler bleibt namenlos, Holly aber nennt ihn Fred. Das scheinbar unbekümmerte Partygirl führt mittellos, aber mit verführerischem Charme ein wildes, Whiskey-getränktes Leben im Manhattan des ausgehenden Zweiten Weltkriegs. Ihren neuen Bewunderer Fred entführt sie regelmässig in die schillernde Welt der New Yorker High Society. Ihre schwierige Kindheit als Waise in Texas blendet sie dabei erfolgreich aus, wird aber davon eingeholt, als eines Tages Doc Golightly auftaucht – ein Farmer, bei dem Holly aufgewachsen ist und der sie im Alter von 14 Jahren heiratete. Als bald darauf ihre Zuarbeit für einen Rauschgiftdealer publik wird und auch noch ihre Aussicht auf eine vorteilhafte Heirat platzt, flieht sie nach Südamerika. Dem Schriftsteller Fred ist die Muse abhandengekommen, was ihm bleibt, ist ihre Geschichte … Dem amerikanischen Autor Truman Capote gelang mit „Breakfast at Tiffany’s“ ein Erfolgsroman, der vielen heute vor allem durch die Hollywood-Verfilmung mit Audrey Hepburn bekannt ist. Der Regisseur Christopher Rüping, der erstmals in Zürich arbeitet, stellt die männliche Hauptfigur, Fred, ins Zentrum und interessiert sich bei Holly Golightly auch für die raue und gefährdete Seite der Figur, die für die durchweg romantische Filmadaption in den Hintergrund trat.

47.3890954 8.5187808 "FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY" VON TRUMAN CAPOTE (REGIE CHRISTOPHER RÜPING)
"Yvonne, die Burgunderprinzessin" von Witold Gombrowicz (Regie Barbara Frey)

"Yvonne, die Burgunderprinzessin" von Witold Gombrowicz (Regie Barbara Frey)

jetzt im Schiffbau/Halle

„Yvonne, die Burgunderprinzessin“ kreist um die unerträgliche Rätselhaftigkeit des Begehrens. Am weltmännischen Hof von König Ignaz taucht Yvonne auf, ein schweigendes Mädchen. Sie verliebt sich in Prinz Philipp, den Thronfolger: „Yvonne ist latschig, apathisch, schwächlich, schüchtern, langweilig und ängstlich. Philipp kann sie vom ersten Augenblick an nicht ausstehen, sie enerviert ihn zu sehr; aber zugleich kann er auch nicht ausstehen, dass er Yvonne hassen muss. Ich werde mich dem nicht unterwerfen, ich werde sie lieben! – schleudert er seiner Natur die Herausforderung entgegen. Yvonne, am königlichen Hof eingeführt als Verlobte des Prinzen, wird zu einem zersetzenden Faktor. Die stumme, verschüchterte Gegenwart ihrer mannigfaltigen Defekte verursacht, dass jedem seine eigenen Mängel, Schmutzigkeiten und kleinen Sünden zu Bewusstsein kommen und bald verwandelt sich der Hof zu einer Brutstätte von Ungeheuerlichkeiten. Und jedes dieser Ungeheuer, einschliesslich des Prinzen, beginnt vor Begierde zu brennen, diese unausstehliche Zimperliese zu ermorden.“ (Witold Gombrowicz) Der polnische Dichter Witold Gombrowicz gehört zu den grossen Aussenseitern und Provokateuren der Weltliteratur. Erst Jahrzehnte nach der Entstehung trat sein Stück „Yvonne“ den Siegeszug um die Welt an. Barbara Frey inszeniert Gombrowiczs Theaterdebut nun im Schiffbau in einer reinen Männerbesetzung.

47.3890739 8.5187672 "Yvonne, die Burgunderprinzessin" von Witold Gombrowicz (Regie Barbara Frey)

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